Die Digitalisierung aller Lebensbereiche hat einen Veränderungsprozess der Macht- und Verantwortungsstrukturen in Gang gesetzt und stellt eine immense Herausforderung für Staat, Politik und Recht dar. Insbesondere beim Umgang mit den rasant wachsenden Mengen an Daten, die in Teilen sensibel und gleichzeitig für viele Akteure hoch relevant und wertvoll sind, steht die Gesellschaft vor der komplexen Frage, wie eine wirksame Verantwortungsverteilung zwischen Staat, Unternehmen und Nutzern gestaltet werden kann. Dieser Frage widmete sich das gemeinsam vom Deutschen Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI), dem Lehrstuhl von Professor Dr. Michael Fehling und dem Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy an der Bucerius Law School sowie dem Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften veranstaltete Symposium am 7. und 8. Mai 2015.

Nach der Eröffnung des Symposiums durch Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zeigte der EU-Abgeordnete und Datenschutzexperte Jan Philipp Albrecht den Stand der Diskussion um die EU-Datenschutzverordnung auf. Die anschließende Podiumsdiskussion warf die Frage der Rolle der Nutzer, Staaten und Unternehmen in Zeiten des digitalen Fortschritts auf. Am zweiten Tag wurden verschiedene Aspekte von Macht und Regulierung, Verantwortung und Teilhabe im digitalen Kontext aus rechtswissenschaftlicher Sicht beleuchtet.