DIVSI / BUCERIUS FORUM 2018:
WER REGIERT DAS INTERNET? MACHT - KONTROLLE - VERANTWORTUNG


Eine gemeinsame Veranstaltung des  Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und des Center for Transnational IP, Media and Technology Law and Policy. Veranstaltungsort ist die Bucerius Law School.

Zum vierten Mal veranstalten das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) und die Bucerius Law School ihr gemeinsames jährliches Forum zum Austausch über Themen des digitalen Zeitalters. Am 31. Mai und 1. Juni 2018 wird die Frage im Mittelpunkt stehen: „Wer regiert das Internet?“.

Das Internet, ein Verband von dezentralen Netzwerken und Rechnersystemen weltweit, ist eine Infrastruktur, ohne die viele alltägliche Abläufe unserer hochvernetzten Gesellschaft kaum noch denkbar wären. Bereits die Vorjahresveranstaltung stand daher im Zeichen der These, dass digitale Teilhabe auch zunehmend Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe ist. Die Menschen nutzen das Internet täglich und selbstverständlich. Aber wie ist die dahinterliegende Infrastruktur eigentlich aufgebaut? Wo liegen die Kabel, wo die Knotenpunkte? Was sind echte Gefahren für diese und welche erscheinen nur so? Und wer bestimmt eigentlich, wer im Internet was wann und wie tun darf? Wer bestimmt die Inhalte und herrscht über die Daten?

Noch wird von einer großen amerikanischen Präsenz gesprochen. Gilt dies auch für die Zukunft? Aufstrebende Wirtschaftsräume werden ihren Einfluss vergrößern wollen. Daraus wird sich eine weitere Globalisierung des Netzes ergeben. Ist das Internet ein Spiegel der globalen Machtverhältnisse? Stellt sich mit dem zunehmenden Aufstreben der Wirtschaftsmacht China möglicherweise die Frage, ob mit der Expansion der chinesischen Plattformen auch die sicherheitspolitisch relevante Kontrolle der Daten der globalen Internetnutzer von der amerikanischen Westküste an die chinesische Ostküste wandert? Wird China stärker das Internet mitregieren? Und was bedeutet das für das Kräfteverhältnis der unterschiedlichen beteiligten Player in diesem Feld?

Diese und weitere Fragen möchten wir mit Ihnen diskutieren. Am ersten Tag wird, nach einem Grußwort des DIVSI-Schirmherrn Bundespräsident a.D. Joachim Gauck, die Frage nach den Hintergründen der Internetinfrastruktur sowie der Rolle Chinas und der USA im Mittelpunkt stehen. Nach einer Keynote über die Gestaltung der Internetinfrastruktur durch Prof. Dr. Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC) in Garching, wird Prof. Dr. Sebastian Heilmann, Gründungsdirektor des Mercator Instituts für China-Studien (MERICS) in Berlin, in einer weiteren Keynote die Rolle Chinas im Kräfteverhältnis der Player im Internet skizzieren. Schließlich soll die Rolle der USA in diesem Zusammenhang dargestellt werden.

Die anschließende Podiumsdiskussion wird sich der Frage widmen, welche Auswirkungen das skizzierte Spannungsfeld auf den Einzelnen hat. Für das Podium haben bereits zugesagt: Die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken, der Hamburgische Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Prof. Dr. Johannes Caspar, die stellvertretende Forschungsgruppenleiterin Asien der Stiftung Wissenschaft und Politik, Dr. Nadine Godehardt, und der Doktorand Janwillem van de Loo, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Hamburg. Im Anschluss wird es einen Ausklang mit Abendbuffet geben.

Am zweiten Tag werden aus wissenschaftlicher Sicht Einzelfragen zu Macht, Kontrolle und Verantwortung behandelt. Zugesagt haben bereits Prof. Dr. Judith Simon, Professorin für Ethik in der Informationstechnik an der Universität Hamburg, Prof. Dr. Jens Großklags, Inhaber des Lehrstuhls für Cybertrust (DIVSI-Stiftungslehrstuhl) an der Technischen Universität München, und Prof. Dr. Ralf Dewenter, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

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